Crowdfunding im Sport: Spannend für Unternehmen

Crowdfunding im Sport ist stark im Kommen

Crowdfunding im Sport
Crowdfunding im Sport weist den Weg – vielleicht sogar zu Olympia (Foto: Fotolia)

Mit 15 durchaus interessanten Projektangeboten vor allem von Einzelsportlern startete im Oktober das neue Crowdfunding-Portal aurango.com. Die damit verbundenen Leistungen sind spannend – für Privatinvestoren und Unternehmen gleichermaßen.

Diese reichen nämlich von Werbeplätzen im Offline- und Onlinebereich über ein gemeinsames Training bis hin zu Vorträgen und Autogrammstunden bei Unternehmen. Mit etwas Glück kann man für kleines Geld einen kommenden Olympioniken unterstützen.

Das Prinzip des Crowdfundings ist einfach: Der Anbieter stellt im Internet auf einer passenden Plattform sein Projekt vor und versucht so, eine bestimmte Summe einzusammeln. Für alle Sponsoren, die sich beteiligen, gibt es je nach Betrag verschiedene Prämien oder Belohnungen.

Crowdfunding für alle im Sport

aurango.com ist eine Plattform, die sich auf Crowdfunding im Sport spezialisiert hat. „Wir wollen für alle da sein“, lautet das Motto. Unterstützt werden sollen sowohl Privatpersonen wie auch Unternehmen aus dem Sportbereich. Es stehen Einzelsportlern, Sportmannschaften, Sportvereinen und Sportevents die Türen zum Geldeinsammeln ebenso offen wie Sportfilmemachern oder Sportfotografen.

Um das eigene Angebot attraktiv zu gestalten und in einer vorgegebenen 90 Tage-Frist die notwendige Summe zusammenzubekommen, gibt es durchaus innovative Belohnungen für einzelne Sponsorbeiträge. Crowdfunding im Sport kann auch für Unternehmen interessant sein. So bietet die Freeride-Weltmeisterin Aline Bock für 500 Euro ein Fotoshooting im Schnee, für 800 Euro ein Seminar.

Für 500 Euro Tour durch Berlin

Das Eiskunstlauf-Paar Mari Vartmann und Aaron Van Cleave, das an den kommenden Olympischen Winterspielen in Sochi (Russland) teilnehmen will, zeigt einem 500 Euro-Sponsor die Hauptstadt Berlin – Shopping, Essen und gemeinsames Schlittschuhlaufen inklusive. Wenn das nicht verlockend und nach einem Grund für eine ganz besondere Reise an die Spree klingt!

Dort kann man auch Maximilian Kessler treffen. Olympia ist auch der große Traum des Sprinters. Er hofft durch sein Crowdfunding im Sport auf 5.000 Euro zu kommen. Für 500 Euro bietet er ein Werbelogo auf dem Trikot und Trainingsanzug an.

Wer auf der Fan- oder Homepage der Leistungssportler erscheinen will, kann das schon für vergleichsweise kleines Geld bekommen und nebenbei noch Gutes tun.

Für 100 Euro einen Trainingstag

Es darf aber auch sportlich werden. Bei der Siebenkämpferin Christina Kiffe gibt es bereits für 100 Euro einen Trainingstag in Frankfurt mit „Apfelsaftschorle bis zum Abwinken“. Nachwuchsläuferin Caterina Granz belohnt 100 Euro mit zwei Laufeinheiten, bei denen sie hilfreiche Tipps zur Verbesserung der läuferischen Schwächen geben möchte.

Mit ihren weiblichen Reizen will Ski-Crosserin Sabrina Weilharter beim Crowdfunding im Sport punkten. Von ihr ist für 75 Euro eine signierte Ausgabe des Playboy „Die schönsten Wintersportlerinnen“ im Briefkasten. Für 175 Euro kann man mit ihr zwei Stunden im Chiemgau Mountainbiken gehen.

Sport-Crowdfunding auf breiter Front

Crowdfunding im Sport ist also sehr kreativ und einen genauen Blick in die Angebote wert. Gerade für Unternehmen, die besonders spannende Projekte unterstützen und dafür etwas zurückbekommen wollen, kann sich dieser Blick lohnen. Auch wenn die Seite aurango.com ganz frisch online gegangen ist, handelt es sich um keine neue Idee. Sport-Crowdfunding existiert bereits auf breiter Front.

Eisschnelläufer Bart Swings hatte das Thema in Belgien angeschoben und ist damit sogar in die Köpfe der Politik vorgedrungen. sportfunder.com bietet englischsprachig eine ähnliche Oberfläche wie aurango.com, verzeichnet bei den aktuellen Projekten aber keine Erfolge. Das zeigt, dass Crowdfunding im Sport alles andere als ein Selbstläufer ist.

Dass Sport-Crowdfunding aber auch für Nischenprojekte funktionieren kann, beweist Konkurrent fairplaid.org. Dort wurde ein neuer Trikotsatz für die U16-Basketballer des MTV Stuttgart mit dreißig Unterstützern ebenso finanziert wie die WM-Teilnahme der deutschen Unterwasserhockeyspielerinnen, die weit mehr als die gewünschten 3.000 Euro zusammenbekamen. fairplaid.org unterscheidet sich von aurango.com vor allem dadurch, dass die Angebote deutlich projektbezogener sind.

Für die Gewinner von morgen

Durchaus passend zum Crowdfunding im Sport ist das Motto von Christina Kiffe. Sie hat sich von Mahatma Gandhi folgendes Zitat auf die Fahnen geschrieben: „Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.“

Das skizziert den harten und langen Weg, den Spitzensportler gehen müssen. Viele von ihnen brauchen gerade am Anfang Unterstützung. Crowdfunding im Sport bietet die spannende Möglichkeit, schon mit einer kleinen Summe die Gewinner von morgen zu unterstützen. Privatpersonen und Unternehmer können gleichermaßen ihren Spaß daran finden.

Weiterführende Links:

Crowdfunding (Wikipedia)
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Crowdfunding erklärt (YouTube):

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